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Störung
Nach der Überschreibung durch die TWO hat die Stiftung Pro Artenvielfalt nun mit den Umbauarbeiten begonnen.
Nachdem die T.W.O. Technische Werke Osning GmbH (TWO) den 1963 erbauten Trafoturm an der Hesselner Straße der Bielefelder Stiftung Pro Artenvielfalt überschrieben hat, hat nun dessen Umgestaltung zum Artenschutzturm begonnen. Nach den Umbauarbeiten soll der Turm zahlreichen Tierarten Nistmöglichkeiten und Unterschlupf bieten. „Durch Gebäudesanierungen, Wärmedämm-Maßnahmen und einen falsch verstandenen Ordnungssinn verlieren viele Wildtierarten, die eigentlich das unmittelbare Wohnumfeld der Menschen besiedeln, ihre Brut- und Überwinterungsmöglichkeiten“, erläutert Malte Backer, Projektleiter für Artenschutzprojekte bei der Bielefelder Stiftung Pro Artenvielfalt. Viele dieser Arten stünden inzwischen auf der Roten Liste. „Wir freuen uns deshalb sehr, dass uns die TWO diesen Turm zu Verfügung gestellt hat, denn der Standort ist optimal.“ Die angrenzende naturnahe Streuobstwiese biete Lebensraum für zahlreiche Insekten und damit die Nahrungsgrundlage für die zukünftigen tierischen Turmbewohner. Für die Stiftung Pro Artenvielfalt ist es der mittlerweile 37ste Artenschutzturm, der das Aussterben bedrohter Tierarten verhindern soll. „Mit unseren über ganz Deutschland verteilten Artenschutztürmen schaffen wir wertvolle Überlebensinseln für bedrohte Tierarten“, betont Backer.
In Halle hat die Stiftung bereits 2020 in Kölkebeck einen alten Trafoturm der TWO erfolgreich in einen Artenschutzturm verwandelt. „Nun wird auch der alte Trafoturm an der Hesselner Straße nicht mehr gebraucht, denn die TWO hat hier rund fünf Kilometer Freileitungen samt 70 Masten durch eine Erdverkabelung ersetzt“, erklärt TWO-Netzmeister Tillmann Schwitalski. „Statt ihn abzureißen haben wir der Stiftung den Turm angeboten, nachdem 2022 die neue Trafostation in Betrieb gegangen war.“
In den nächsten Wochen wird nun das Flachdach des Turms durch ein Satteldach mit größerem Überstand ersetzt. Eingebaut werden außerdem insgesamt 40 artspezifische Bruthöhlen und Nistkästen für Turmfalken, Schleiereulen, Dohlen, Mauersegler, Mehlschwalben, Stare, Bachstelzen, Hausrotschwänze, Zwergfledermäuse sowie Feld- und Haussperlinge. Infotafeln sollen Interessierten später Wissenswertes über die tierischen Bewohner vermitteln.
Rund 30.000 Euro wird der Umbau des Turms kosten, den die Stiftung über private Spenden finanziert. Für den Artenschutzturm an der Hesselner Straße sucht sie deshalb derzeit noch Spender, die sich unter www.stiftung-pro-artenvielfalt.org informieren und mit der Stiftung in Kontakt treten können.
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